Atem - Die älteste Medizin der Welt?
Wo Breathwork seine Ursprünge hat und wieso man es als die älteste Medizin der Welt bezeichnen könnte?
1/1/20267 min lesen
Breathwork hat sich längst seinen Weg aus versteckten Yoga-Ashrams und der esoterischen New-Age-Szene gebahnt. Inzwischen ist es in vielen Mündern – und in immer mehr Lebensbereichen angekommen.
Vielleicht kennst du Atemübungen aus deiner Morgenroutine, vom Yoga, aus der Meditations-App, aus der betrieblichen Gesundheitsförderung oder weil du gelesen hast, dass bewusstes Atmen beim Einschlafen hilft.
Wie die meisten Menschen bist wahrscheinlich auch du schon einmal in irgendeiner Form damit in Berührung gekommen.
Doch die Arbeit mit dem Atem hat einen sehr viel längeren Weg hinter sich.
Einen Weg, der weit über moderne Gesundheitstrends, Achtsamkeitsbewegungen oder spirituelle Traditionen hinausreicht.
In diesem Artikel möchte ich dir zeigen, wo Breathwork seine Ursprünge hat – und warum der Atem tatsächlich als die älteste Medizin der Welt gelten kann.
Die ältesten belegten Atemübungen: Indien, ca. 800 v. Chr.
Beginnen wir mit dem, was wir wissenschaftlich klar belegen können.
Die frühesten schriftlichen Hinweise auf bewusste Atemtechniken stammen aus den Upanishaden, philosophischen Schriften des alten Indiens aus der Zeit zwischen 800 und 500 v. Chr. (also vor über 2500 Jahren).
Dort wird bereits von prāṇāyāma gesprochen. prāṇa bezeichnet den "Atem" oder "Lebensenergie", āyāma kann man als "Kontrolle" übersetzen – prāṇāyāma ist also die Kontrolle der Lebensenergie oder des Atems.
In diesen Schriften finden wir umfangreiche Darstellungen von kontrollierten Atemübungen, die der Reinigung des Geistes, der Regulation des Nervensystems und der spirituellen Entwicklung dienen sollen.
Das ist schon sehr alt.
Aber: Es ist bei Weitem nicht der Anfang der Geschichte.
Und so viel kann ich dir vorwegnehmen:
Die medizinische Rolle des Atems ist so alt wie die Menschheit selbst – beziehungsweise sogar älter.
Diese Verhaltensweisen kommen nicht von irgendwo.
Sie sind biologisch tief verankerte Selbstheilungsmechanismen – und sie sind hunderttausende, teilweise sogar Millionen Jahre alt.
Das heißt:
Atem als Werkzeug zur Regulation ist älter als der Mensch. Älter als jede Pflanze, die je medizinisch verwendet wurde. Älter als Sprache. Und älter als Kultur.
Der Atem war immer schon da – als direkter Zugang zum autonomen Nervensystem und zur Rückkehr in Balance.
Medizin gab es schon viel früher – jedoch ohne Aufzeichnungen
Wenn wir die gesamte Entwicklungsgeschichte des Menschen betrachten, wird schnell klar: Menschen haben schon lange vor dem alten Indien medizinisches Wissen genutzt.
Bereits vor rund 60.000 Jahren gibt es archäologische Hinweise darauf, dass Neandertaler Heilpflanzen verwendeten und Verletzte pflegten.
Das heißt: Medizin im weitesten Sinne ist viel älter als unsere schriftlichen Quellen.
Warum finden wir dann keine älteren Atemübungen?
Ganz einfach:
Pflanzenreste kann man im Zahnstein nachweisen.
Atemtechniken dagegen hinterlassen keine direkten Spuren.
Das bedeutet aber nicht, dass es sie nicht gab.
Warum wir den Atem heute wiederentdecken
Moderne Breathwork-Formate wurden überarbeitet und an unsere heutige Zeit angepasst – doch die zugrunde liegenden Prinzipien sind uralt.
Sie greifen nur das wieder auf, was unser Körper seit jeher kann:
Das bedeutet...
... wenn wir „Medizin“ nicht nur als Tablette, Rezept oder medizinische Prozedur verstehen, sondern als alles, was:
Noch älter als der Mensch:
Atem als Werkzeug der Selbstheilung
Wenn wir den Blick etwas weiten, wird die Sache richtig spannend.
Heute wissen wir aus (Neuro-) Biologie und Verhaltensforschung,
dass sich der Atem von Tieren ständig verändert, um:
Stress zu regulieren
Gefahr zu verarbeiten
Mobilisationsenergie abzubauen
sich zu beruhigen
wieder in Sicherheit zurückzufinden
Vielleicht hast du schon einmal ein Video einer Antilope gesehen, die nach einer überstandenen Fluchtsituation zittert, tief atmet und sich kräftig ausschüttelt.
Oder einen Hund, der nach einem Schreck laut ausatmet.
Oder eine Katze, die beim Entspannen bewusst in längere Ausatemphasen geht.
den Atem nutzen, um Sicherheit zu schaffen
sich zu beruhigen und Spannung abzubauen
sich zu fokussieren
Gefühle zu regulieren
das Nervensystem zu harmonisieren
Mit der Polyvagaltheorie, neuen Forschungen zu Breathwork und der modernen Traumatherapie verstehen wir heute besser, warum das funktioniert.
Aber der Mechanismus selbst ist uralt.
das Überleben unterstützt
Heilung fördert
Stress reduziert
Homöostase herstellt
Balance zurückbringt
… dann ist der Atem tatsächlich die älteste Medizin der Welt.
Er hat uns durch die gesamte Evolution begleitet.
Er hat Tiere reguliert, bevor es Menschen gab.
Er hat Menschen reguliert, bevor es Sprachen, Tempel, Rituale und Bücher gab.
Und auch heute begleitet er dich immer noch, wie ein treuer Diener, in jedem Moment.
Der Atem ist die Medizin, die wir nie verloren haben.
Wir haben nur verlernt, bewusst mit ihr zu arbeiten.
Breathwork hat sich längst seinen Weg aus versteckten Yoga-Ashrams und der esoterischen New-Age-Szene gebahnt. Inzwischen ist es in vielen Mündern – und in immer mehr Lebensbereichen angekommen.
Vielleicht kennst du Atemübungen aus deiner Morgenroutine, vom Yoga, aus der Meditations-App, aus der betrieblichen Gesundheitsförderung oder weil du gelesen hast, dass bewusstes Atmen beim Einschlafen hilft.
Wie die meisten Menschen bist wahrscheinlich auch du schon einmal in irgendeiner Form damit in Berührung gekommen.
Doch die Arbeit mit dem Atem hat einen sehr viel längeren Weg hinter sich.
Einen Weg, der weit über moderne Gesundheitstrends, Achtsamkeitsbewegungen oder spirituelle Traditionen hinausreicht.
In diesem Artikel möchte ich dir zeigen, wo Breathwork seine Ursprünge hat – und warum der Atem tatsächlich als die älteste Medizin der Welt gelten kann.
Die ältesten belegten Atemübungen: Indien, ca. 800 v. Chr.
Beginnen wir mit dem, was wir wissenschaftlich klar belegen können.
Die frühesten schriftlichen Hinweise auf bewusste Atemtechniken stammen aus den Upanishaden, philosophischen Schriften des alten Indiens aus der Zeit zwischen 800 und 500 v. Chr. (also vor über 2500 Jahren).
Dort wird bereits von prāṇāyāma gesprochen. prāṇa bezeichnet den "Atem" oder "Lebensenergie", āyāma kann man als "Kontrolle" übersetzen – prāṇāyāma ist also die Kontrolle der Lebensenergie oder des Atems.
In diesen Schriften finden wir umfangreiche Darstellungen von kontrollierten Atemübungen, die der Reinigung des Geistes, der Regulation des Nervensystems und der spirituellen Entwicklung dienen sollen.
Das ist schon sehr alt.
Aber: Es ist bei Weitem nicht der Anfang der Geschichte.
Und so viel kann ich dir vorwegnehmen:
Die medizinische Rolle des Atems ist so alt wie die Menschheit selbst – beziehungsweise sogar älter.
Diese Verhaltensweisen kommen nicht von irgendwo.
Sie sind biologisch tief verankerte Selbstheilungsmechanismen – und sie sind hunderttausende, teilweise sogar Millionen Jahre alt.
Das heißt:
Atem als Werkzeug zur Regulation ist älter als der Mensch. Älter als jede Pflanze, die je medizinisch verwendet wurde. Älter als Sprache. Und älter als Kultur.
Der Atem war immer schon da – als direkter Zugang zum autonomen Nervensystem und zur Rückkehr in Balance.
Medizin gab es schon viel früher – jedoch ohne Aufzeichnungen
Wenn wir die gesamte Entwicklungsgeschichte des Menschen betrachten, wird schnell klar: Menschen haben schon lange vor dem alten Indien medizinisches Wissen genutzt.
Bereits vor rund 60.000 Jahren gibt es archäologische Hinweise darauf, dass Neandertaler Heilpflanzen verwendeten und Verletzte pflegten.
Das heißt: Medizin im weitesten Sinne ist viel älter als unsere schriftlichen Quellen.
Warum finden wir dann keine älteren Atemübungen?
Ganz einfach:
Pflanzenreste kann man im Zahnstein nachweisen.
Atemtechniken dagegen hinterlassen keine direkten Spuren.
Das bedeutet aber nicht, dass es sie nicht gab.
Noch älter als der Mensch:
Atem als Werkzeug der Selbstheilung
Wenn wir den Blick etwas weiten, wird die Sache richtig spannend.
Heute wissen wir aus (Neuro-) Biologie und Verhaltensforschung,
dass sich der Atem von Tieren ständig verändert, um:
Stress zu regulieren
Gefahr zu verarbeiten
Mobilisationsenergie abzubauen
sich zu beruhigen
wieder in Sicherheit zurückzufinden
Vielleicht hast du schon einmal ein Video einer Antilope gesehen, die nach einer überstandenen Fluchtsituation zittert, tief atmet und sich kräftig ausschüttelt.
Oder einen Hund, der nach einem Schreck laut ausatmet.
Oder eine Katze, die beim Entspannen bewusst in längere Ausatemphasen geht.
Warum wir den Atem heute wiederentdecken
Moderne Breathwork-Formate wurden überarbeitet und an unsere heutige Zeit angepasst – doch die zugrunde liegenden Prinzipien sind uralt.
Sie greifen nur das wieder auf, was unser Körper seit jeher kann:
den Atem nutzen, um Sicherheit zu schaffen
sich zu beruhigen und Spannung abzubauen
sich zu fokussieren
Gefühle zu regulieren
das Nervensystem zu harmonisieren
Mit der Polyvagaltheorie, neuen Forschungen zu Breathwork und der modernen Traumatherapie verstehen wir heute besser, warum das funktioniert.
Aber der Mechanismus selbst ist uralt.
Das bedeutet...
... wenn wir „Medizin“ nicht nur als Tablette, Rezept oder medizinische Prozedur verstehen, sondern als alles, was:
das Überleben unterstützt
Heilung fördert
Stress reduziert
Homöostase herstellt
Balance zurückbringt
… dann ist der Atem tatsächlich die älteste Medizin der Welt.
Er hat uns durch die gesamte Evolution begleitet.
Er hat Tiere reguliert, bevor es Menschen gab.
Er hat Menschen reguliert, bevor es Sprachen, Tempel, Rituale und Bücher gab.
Und auch heute begleitet er dich immer noch, wie ein treuer Diener, in jedem Moment.
Der Atem ist die Medizin, die wir nie verloren haben.
Wir haben nur verlernt, bewusst mit ihr zu arbeiten.
Wenn du neugierig bist mit der ältesten Medizin der Welt zu arbeiten,
dann melde dich gerne.
Wenn du neugierig bist mit der ältesten Medizin der Welt zu arbeiten,
dann melde dich gerne.
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